Das ICM als Einstiegsdroge für eine neue Lern- und Lehrkultur

Inverted Classroom LogoNaja, ok… Ich gebe zu, dass die Überschrift etwas plakativ ist. Sie greift aber ein Fazit auf, das Karlheinz Pape vor geraumer Zeit beim Abschluss der ICM-Tagung in Marburg gezogen hat. Pape sagte sinngemäß, dass für ihn die Erkenntnis aus der Tagung ist, dass das ICM einen Übergang zu einer neuen Lern- und Lehrkultur darstellt, die sich in den nächsten Jahren in allen Bereichen der Bildung durchsetzen wird. Dementsprechend wurde von anderer Seite auch vorgeschlagen, dass die Tagung vielleicht noch im nächsten Jahr Inverted Classroom heißen kann, dann aber anders betitelt werden sollte, da man nicht immer nur Camtasia lernen könne. Das ist sicherlich überspitzt formuliert, aber weist auf einen wichtigen Faktor im Bildungsbereich hin: Man muss sich weiterentwickeln können.

Für mich war auch noch ein anderer Aspekt der Tagung enorm bedeutend, auch wenn ich den vielleicht in diesem Artikel nicht ganz zu Ende denken kann – obwohl ich nun wirklich einige Zeit hatte das zu tun. Ich bin mir auch nicht sicher, ob dieser Aspekt nicht schon Thema längerer Abhandlung ist. Es geht um die – man muss fast schon sagen: krasse – Diskrepanz zwischen Schuldidaktik und Hochschuldidaktik. Vielleicht sollte man das auch unter dem Schlagwort „Weiterentwicklung“ ablegen, die Frage ist nur, was sich weiterentwickeln muss und ich versuche mich hier mal in einer Antwort.

(more…)

Forum „Umsetzung in der beruflichen Weiterbildung“ bei der ICM2013

Bei der diesjährigen Inverted Classroom Konferenz in Marburg, die am 26./27. 2. stattfindet, werde ich am Mittwoch ein Forum bzw. einen Workshop bzw. beides bzw. so was ähnlich leiten, der sich mit der Umsetzung des Inverted Classroom Modells oder des Flipped Classrooms in Weiterbildungsangeboten beschäftigt. Im Rahmen meiner Tätigkeit im Projekt „WM³ Weiterbildung Mittelhessen“ berate ich Studienangebotsentwickler im Bereich E-Learning. Es passte ganz hervorragend, dass das Team „Pädagogik der Kindheit“ um Prof. Neuss hier an der JLU von sich aus ein flipped Konzept ausgearbeitet hat, dass ich nun in einem kurzen Impulsvortrag im Forum vorstellen kann.

Die Folien dazu habe ich auf SlideShare.net bereitgestellt und binde sie hier ein. Leider habe ich es nicht geschafft, den ICM-Ansatz auch für mein Forum voll durchzuziehen, daher müssen ganz profane PowerPoint-Folien reichen. Ich verspreche aber, dass die Teilnehmenden an meinem Forum selbst tätig werden und hoffe, dass es einige anregenden Diskussionen geben wird.

E-Learning ist schön, macht aber viel Arbeit

Die Abwandlung des Zitats “Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit” von Karl Valentin passt für mich wie die Faust aufs Auge, wenn ich die Fachtagung gestern in Darmstadt rekapituliere. Das muss ich vielleicht erklären, denn sicherlich bewegt sich E-Learning immer im Spannungsfeld von Mehrarbeit und Arbeitsersparnis. Mehrarbeit, wenn es darum geht, die Inhalte zu erstellen, die man für vernünftiges Lernen braucht. Ersparnis dort, wo Vorgänge automatisiert werden können und Werkzeuge eine Arbeitserleichterung bringen. Manchmal allerdings überwiegt die Mehrarbeit und man muss sich überlegen, ob es sich lohnt. Ob also die qualitative Verbesserung den Mehraufwand rechtfertigt.

Die Fachtagung in Darmstadt trug den Titel “Selbstgesteuertes Lernen in der Aus- und Weiterbildung” und war sozusagen die Abschlussveranstaltung des CROKODIL-Projekts. Ziel des Projekt – wenn ich das richtig überblicke – ist die Nutzung semantischer Technologien für das Lernen. Dazu wurde eine Plattform geschaffen, die es den Lernenden ermöglicht, Inhalte zu finden, zu taggen und mit anderen zu teilen. Die TU Darmstadt arbeitete dabei unter anderem – ein genauerer Überblick über die beteiligten Partner findet sich auf den Projektseiten – mit der Firma intelligent views zusammen, die semantische Technologien auch in anderen Zusammenhängen bereitstellt. Achim Steinacker gab einen sehr informativen Überblick, der mich immer wieder zum Nachdenken über die Techniken gebracht hat, auch wenn es sich dabei nicht wie angekündigt um einen Workshop gehandelt hat. Nachgedacht habe ich auch über den Nutzen solcher Techniken für den Einsatz in konkreten Veranstaltungen im grundständigen Studium und in den Weiterbildungsangeboten, die ich betreue. Und da kam ich auf das abgewandelte Valentin-Zitat.

(more…)

Was ich so den ganzen Tag mache…

Wenn man im E-Learning-Bereich arbeitet, wird man immer wieder mit Leuten konfrontiert, die sich nicht besonders präzise vorstellen können, was man eigentlich so den ganzen Tag macht. Ist ja auch teilweise so’n bisschen abstrakt, aber eigentlich dann doch auch wieder nicht. Letzten Freitag hatten wir ein Gesamttreffen des Projekts “WM³ Weiterbildung Mittelhessen” bei dem jede AG ihren Stand der Dinge vorstellen sollte. So auch die AG E-Learning. Ich habe dazu eine Präsentation auf Slideshare veröffentlicht, die ich hier mal einbette. Sicherlich werden viele Dinge trotzdem noch unklar bleiben, aber persönliches Nachfragen hilft manchmal. ;-)

Termine, Termine, Termine

Ich muss das alles noch mal schriftlich festhalten, weil es im ersten Quartal 2013 etwas überhand nimmt mit den Terminen. So viele interessante Veranstaltungen wird es in den nächsten drei Monaten geben, dass man unmöglich bei allen dabei sein kann.

Hier also die Übersicht. Für alle die es interessiert habe ich die Termine, bei denen ich auch teilnehmen werde, in der Tabelle farblich hinterlegt.

Tabelle mit Übersicht der Veranstaltungen im 1. Quartal 2013
Datum Titel Ort
31.1. – 1.2. Tag der Lehre Rathaus Gießen, Hauptgebäude Uni Gießen
8. – 9.2. Lehrkompetenzen in der wissenschaftlichen Weiterbildung Alexander-von-Humboldt-Haus, Uni Gießen
14.2. Potential von Social Media für die Hochschulkommunikation Universität des Saarlandes
19.2. Selbstgesteuertes Lernen in der Aus- und Weiterbildung Darmstadt Zentrum
26. – 27.2. Inverted Classroom Philosophische Fakultät, Philipps-Universität Marburg
6. – 7.3. E-Prüfungen – Was ist heute schon möglich? Georg-August-Universität Göttingen

Bei der ICM Tagung in Marburg werde ich auch einen Workshop leiten, der sich mit dem ICM im Weiterbildungsbereich beschäftigt. Mehr dazu in einem der nächsten Blogartikel.

Außerdem sei noch auf den MOOC “MOOC Maker Course” hingewiesen, der am 16. Januar startet.

Und schließlich noch ein Hinweis auf den HDM-Kurs “E-Learning-Grundlagen“, den ich am 21. und 22. März zusammen mit meiner Kollegin Antje Müller anbiete.

Uff! Hab ich noch was vergessen?

Hörsaal 2.0 – Feedback aus der Masse

Beim gestrigen Fachforum drehte sich alles um TED. Nein, nein, nicht „Technology, Education, Design“, die Ideenkonferenz mit den hunderten von Vorträgen. Die Älteren unter uns werden sich vielleicht noch erinnern:

Das war TED in den 80ern.

TED stand und steht auch immer noch für Tele-Dialog, ein System mit dem man in Echtzeit Abstimmungen vornehmen kann. Im englischen Sprachraum heißt es Audience Response System, kurz ARS, und ich hatte ja schon vor einem halben Jahr kurz über den Einsatz eines solchen Systems in der Vorlesung von Prof. Schindler aus der Chemie berichtet. Dabei handelt es sich auch um den Hauptdarsteller von gestern, nämlich das an der THM entwickelte ARSNova.

ARS werden vor allem in Massenveranstaltungen wichtig, wenn es darum geht, die schlafende Masse zu aktivieren. Dazu gab es zwei informative Vorträge und die Möglichkeit zu regem Austausch über die Möglichkeiten von ARSNova.

(more…)

Rückblick auf das Fachforum in Fulda – E-Tutorinnen und E-Tutoren in der Lehre

Fulda ist ja laut dem HR die schönste Stadt Hessens. Bei Tagungen sieht man aber nie so besonders viel von diesen schönen Städten, in denen man sich befindet. Bei diesem Fachforum war es sogar so, dass der Tagungsort ganz nah am Bahnhof lag, weswegen man fast gar nichts von Fulda gesehen hat.

Ziel des Fachforums – oder eigentlich besser gesagt, des Workshops – war es herauszufinden, welche Kompetenzen die meist studentischen E-Tutorinnen und E-Tutoren benötigen, um einerseits Tutorien zu betreuen und andererseits Lehrende zu beraten, wie Online-Tutorien gestaltet werden sollten. Das war wohl nicht ganz uneigennützig, denn es gibt an der HS Fulda ein Programm zur Qualifizierung von Präsenztutoren, das momentan auf E-Tutoren ausgeweitet werden soll, da die HS mehrere Online-Studiengänge im Angebot hat und weitere noch dazu kommen sollen. Für mich selbst wird das Thema E-Tutorien allerdings auch ziemlich wichtig werden, denn im WM³-Projekt planen wir ja ohnehin einen hohen Online-Anteil. Da werden dann eben auch E-Tutoren eine Rolle spielen.

Eine Kollegin meinte mal, dass man am Twittern sehen kann, ob eine Tagung interessant ist oder nicht. Wenn viele Tweets kommen, ist es meistens nicht interessant und die Teilnehmenden müssen die Langeweile eben mit Twittern überbrücken. Bei diesem Fachforum habe ich jedenfalls keinen einzigen Tweet abgesetzt. Und das kam so…

(more…)

Screencasts mit dem iPad

Paper auf einem iPad

Ich gebe zu: ich bin wahrlich nicht der Erste, der vor dem Problem stand, einen Screencast auf dem iPad aufzunehmen (siehe hier, hier und hier). Ich möchte aber auch noch mal für mich selbst aufschreiben, welche Möglichkeiten es gibt. Ganz einfach um zu dokumentieren, was ich für Kopfstände gemacht habe, um eine kurze Zeichensequenz für das Video “Didaktische Einsatzszenarien für Blogs und E-Portfolios” aufzunehmen, für die ich die App Paper (siehe oben) benutzt habe.

Das Dilemma ist folgendes: Einerseits ist das iPad als Eingabewerkzeug fast vergleichbar mit Tablets von Herstellern wie Wacom und daher für Livezeichnungen für Screencasts hervorragend geeignet. Andererseits verfolgt Apple eine sehr restriktive Politik und behindert dadurch die Entwickler von Tools zum Aufzeichnen des Bildschirminhalts auf dem iPad, wie es scheint. Sonst wäre der Markt für solche Apps sicher größer.

Die einfachste Möglichkeit ist es natürlich, sich selbst dabei zu filmen, wie man gerade das iPad bedient. Das hat auch den Vorteil, dass die Benutzereingaben sichtbar sind. Wenn man nur den Bildschirminhalt hat, ist ja bei Tablets kein Cursor sichtbar ist, was manchmal zu Verwirrung führen kann. Man braucht aber auf jeden Fall ein Stativ bei dieser Methode und muss ein bisschen mit der Beleuchtung herumspielen, bis man das spiegelnde Display des iPads im richtigen Winkel hat.

Ich möchte in diesem Artikel auflisten, welche Möglichkeiten mir als günstig erscheinen, das als Video zu speichern, was man auf dem iPad macht, angefangen von Gratislösungen bis hin zu teuren aber guten Möglichkeiten. Gleich vorweg sei allerdings gesagt, dass man bei allen Möglichkeiten Kompromisse eingehen muss.

(more…)

ILIAS and the QuickTime-plugin cropped video problem

Ok. I admit that this is a post about a rather specific problem I had yesterday, when I tried to include a video from a Mediapool in ILIAS in my Portfolio in ILIAS. But maybe it’ll help others as well. You never know.

So this was the problem: I had created a Mediapool with a couple of videos. You might know them, they are the once I did to explain blogs and e-portfolios in ILIAS. From the pool, I wanted to use one of the videos to include it on a page of my Portfolio in ILIAS. That’s what Mediapools are for in ILIAS, right? You have media files in a save dry place somewhere and you can use them all over again. So, I included the video (it’s a .mp4 file) on the portfolio page and I realized that the dimensions were too wide for the layout. No problem, I thought. You are able to fix the size of the original video for the instance only and ILIAS also allows you to keep the aspect ratio. But, when I did it, the video looked like this:

Screenshot of the cropped video

Screenshot of the cropped video

The video was still the same size, however, the HTML container in which the video was placed—ILIAS places the video in an container—was sized to the width and height I specified. The problem is that some video player plugins realize that the video should be smaller and fit into the container, thus correcting the user’s omission, but some—e.g. QuickTime—go the right way and crop the video. This results in the fact that the user is not able to play the video anymore because the buttons are hidden. The content creator might not even realize the problem, because as mentioned some players force the video into the container and if the content creator does not have one of the plugins that don’t then he or she might never know that something is wrong.

(more…)

Blogs und E-Portfolios in ILIAS 4.2

Blogs und E-Portfolios kann man seit Version 4.2 relativ komfortabel in ILIAS anlegen und pflegen. Ein sehr großer Vorteil dabei ist, dass Lernende nicht aus der Plattform heraus müssen, um beispielsweise ein Lernendentagebuch zu führen, sondern dass sie sozusagen mit Bordmitteln machen können, wenn man denn ILIAS an der Hochschule zur Verfügung hat. Natürlich gibt es auch in anderen LMS solche Funktionen.

Ich habe vier Videos erstellt, die sich nicht nur mit der konkreten Umsetzung in ILIAS 4.2 beschäftigen, sondern auch allgemein erklären, was Blogs und E-Portfolios sind, bzw. welche didaktischen Szenarien man sich für ihren Einsatz vorstellen kann.

(more…)

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 190 other followers