Tag der Hochschuldidaktik 2017 an der THM

Am 30.3. konnte ich an der THM am Standort Friedberg am Tag der Hochschullehre teilnehmen. Es war ein vollgepackter aber sehr informativer Tag mit ganz vielen unterschiedlichen Impulsen, der nun erst einmal in diesem Blogartikel verarbeitet werden will. Ganz subjektiv natürlich, wie es sich für einen Blogartikel gehört…

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Meine Tagungswoche

Der September ist der Tagungsmonat, in dem potentiell mehr Tagungen verpasst als besucht werden. Von der GMW- über die DeLFI- bis hin zur DGHD-Tagung. Alles im September. Ich musste mich diesmal budgettechnisch entscheiden und habe mir dabei in der Woche vom 26. – 30. September gleich drei Veranstaltungen ausgesucht. In Marburg war ich eingeladen, bei Lehr-Lern-Kolloquium im Institut für Schulpädagogik einen Workshop zum Thema „Videos in der Lehre“ zu begleiten. An der TH Köln fand ein Barcamp zum Thema „Weiterbildung 4.0“ statt. Und schließlich wurden in Aachen an der RWTH gleich zwei Tagungen angeboten: das e-Prüfungs-Symposium und die Tagung „Teaching is Touching the Future“. Von diesen Veranstaltungen will ich nun hier berichten.

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Vortrag im Kurs „E-Learning in der Weiterbildung“

Im Kurs „E-Learning in der Weiterbildung“ von Anika Denninger an der JLU Gießen werde ich einen Vortrag zum Thema „E-Learning in der wissenschaftlichen Weiterbildung“ halten. Die Folien stelle ich schon mal im folgenden bereit, einmal Slideshare und einmal PDF. Einen nicht geringen Anteil an den Folien hatte übrigens mein Kollege Heiko Müller von der THM.

PDF-Version herunterladen:

E-Learning in der wissenschaftlichen Weiterbildung

Workshop „E-Learning in der wissenschaftlichen Weiterbildung“

Am 18. und 19. April fand der von Heiko Müller und mir geleitete HDM-Workshop „E-Learning in der wissenschaftlichen Weiterbildung“ statt. Da ich gerade dabei bin, unseren Reader zum Kurs in ein barrierearmes PDF-Dokument zu verwandeln, dachte ich, dass ich ein paar Gedanken aufschreiben, die wir uns zum Workshop gemacht haben, ergänzt durch eine Reflexion.

Der Workshop beschäftigte sich mit den speziellen (und auch den allgemeinen) Aspekten von Lernen mit den digitalen Medien in der wissenschaftlichen Weiterbildung. Natürlich heißt er noch E-Learning, denn es ist immer noch so, dass dieser Begriff geläufiger ist, als das Konzept der übergreifenden Digitalisierung aller Bereiche der Bildung. Das haben wir aber im Kurs auch thematisiert.

Die folgenden Themenbereich wurden im Workshop angesprochen:

  1. Begriffserklärungen (Digitalisierung der (Hochschul-)Bildung, Lebenslanges Lernen, Wissenschaftliche Weiterbildung)
  2. Zielgruppen in der wissenschaftlichen Weiterbildung
  3. Methoden der Integration von E-Learning-Anteilen, Teil 1: Werkzeuge nutzen
  4. Methoden der Integration von E-Learning-Anteilen, Teil 2: Didaktische Aspekte
  5. Konkrete Umsetzungen von E-Learning-Szenarien
  6. Alternative Wege der Inhaltserstellung: Studierende und OERs
  7. Qualitätssicherung im E-Learning

Begleitend dazu sollten die Teilnehmenden ein kleines E-Portfolio führen, in dem die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsphasen gesammelt wurden.

Insgesamt ist deutlich geworden, dass die Offenheit gegenüber Lernen mit digitalen Medien sehr groß ist. Das Thema „Wissenschaftliche Weiterbildung“ dagegen ist noch nicht so richtig angekommen. Deshalb hat es uns auch viel Spaß gemacht, aus unserem Projekt zu berichten und hoffen, dass wir noch ein paar Ideen vermitteln konnten, die in künftigen Angeboten der wissenschaftlichen Weitebildung auftauchen werden.

Mein Vortrag beim #icmchat

Am nächsten Montag, dem 14. März werde ich beim #icmchat der FU Berlin einen Impulsvortrag zum Thema „Das ICM als Modell für die praxisnahe Ausbildung im Lehramt“. Zwar geht es da um ein Konzept, was nun schon ein wenig angestaubt ist, wenn man bedenkt, was sich in vier Jahren so alles im digitalen Bereich getan hat. Das sieht man unter anderem an dem Titel des Moduls im Studiengang Lehramt Englisch an der Philipps-Universität Marburg: „New Media in Foreign Language Education“. In den letzten vier Jahren hat es eine Entwicklung dahingehend gegeben, dass das „Neue“ bei den Neuen Medien gar nicht mehr so neu ist, sondern Einzug in jeden noch so kleinen Bereich unseres Lebens gehalten hat, Schlagworte: Überwachung, Internet of Things, Quantified Self, Digitalisierung der Gesellschaft.

Wie dem auch sei, ich werde am Montag ein Konzept vorstellen, was in der Praxis der Lehramtsausbildung und des konkreten Unterrichts an Schulen dann hoffentlich doch noch nicht so angestaubt ist. Speziell im Englischunterricht bietet die Digitalisierung eine große Bandbreite an Möglichkeiten, die genutzt werden sollten. Auch hier nur einige Schlagworte, die zum Teil gar nicht in meinem Vortrag vorkommen werden, sondern nur Anregung zum Nachdenken und Ausprobieren sein sollen: digitale Tandems mit Muttersprachlerinnen und Muttersprachlern, WhatsApp-Gruppen, Audience Response Systems, Sprachausgabe und Spracherkennung, Apps zum Sprachenlernen, Lernvideos, usw.

Als Teaser für den Vortrag stelle ich hier schon mal die Folien zur Verfügung, aber Achtung! SPOILER ALERT! 😉

Und hier auch noch mal als PDF, weil es einfach schöner aussieht als bei SlideShare…

[UPDATE, 1. April 2016]

Die Vortragsaufzeichnung ist nun im Blog des #icmchat verfügbar.

Artikel „Qualitätskriterien für Lernvideos“

Aus einem Vortrag, den ich letztes Jahr beim Lehr-Lern-Kolloquium in Marburg gehalten habe und den Eindrücken der letzten ICM-Konferenz, hatte ich einen Artikel zusammengedampft, der jetzt im Tagungsband der ICM 2015 erschienen ist. Erhältlich ist das Buch beim Tectum Verlag. Damit man einen Eindruck bekommt, worum es in dem Artikel geht, zitiere ich unten das Abstract.

Lernvideos haben weite Bereiche der Lehre in Schule, Hochschule und Berufsbildung durchdrungen. Die Erstellung und Verbreitung von Videos ist um einiges einfacher als noch vor 10 Jahren. Dementsprechend können Lehrende Lernvideos selbst produzieren und ihren Lernenden zur Verfügung stellen.

Der Artikel hat zum Ziel eine Lücke zu schließen, in dem er untersucht, welche Qualitätskriterien für Lernvideos erstellt werden können. Dazu zieht er zwei Disziplinen heran, die auf den ersten Blick nur am Rande etwas mit Mediendidaktik zu tun haben: die Filmtheorie und die Gestaltungslehre. Zunächst wird eine Kategorisierung von Lernvideos vorgenommen. Daraufhin wird mithilfe von bestimmten Aspekten aus der Filmtheorie und der Gestaltungslehre eine Liste von Qualitätskriterien für Lernvideos erstellt und die Bedeutung der einzelnen Kriterien speziell für Lernvideos erläutert.

Bewertung der Qualität von Lehrmaterialien

Im Rahmen der Arbeitstagung des Netzwerks Offene Hochschule zum Thema „Von der Evaluation bis zum Qualitätsmanagement in berufsbegleitenden Studiengängen“ haben Heiko Müller und ich einen Workshop angeboten, der sich mit der Bewertung der Qualität von Lehrmaterialien beschäftigte. Bevor ich meine Eindrücke vom Workshop festhalte, zitiere ich hier noch mal das Abstract, damit man sich einen ungefähren Eindruck vom Inhalt machen kann.

Abstract

Im Rahmen des Projekts „WM³ Weiterbildung Mittelhessen“ sind in der ersten Förderphase einige Lehrmaterialien unterschiedlicher Art entstanden. Dazu gehören Studienbriefe, Vortragsaufzeichnungen, Lernvideos, (Selbst-)Tests usw. In der zweiten Förderphase ist es die Aufgabe eines Arbeitspakets, die Materialien zu systematisieren und validieren. Dazu wurden zunächst Qualitätskriterien aufgestellt, mit denen die Materialien über Bewertungsbögen evaluiert werden sollen. Ziel ist es, sowohl den eigenen Angeboten ein Feedback über die Lehrmaterialien zurückzuspiegeln, als auch ein Instrumentarium öffentlich bereit zu stellen, mit dem es möglich ist, eine inhaltliche, formale und (medien-)didaktische Evaluierung vorzunehmen. Anwendung könnte diese Methode nicht nur in den Angeboten des Gesamtprojekts Offene Hochschulen finden, sondern auch in der Qualitätssicherung für Open Educational Resources. In einem Workshop könnte das Konzept vorgestellt und diskutiert werden.

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