Vortrag im Kurs „E-Learning in der Weiterbildung“

Im Kurs „E-Learning in der Weiterbildung“ von Anika Denninger an der JLU Gießen werde ich einen Vortrag zum Thema „E-Learning in der wissenschaftlichen Weiterbildung“ halten. Die Folien stelle ich schon mal im folgenden bereit, einmal Slideshare und einmal PDF. Einen nicht geringen Anteil an den Folien hatte übrigens mein Kollege Heiko Müller von der THM.

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E-Learning in der wissenschaftlichen Weiterbildung

Workshop „E-Learning in der wissenschaftlichen Weiterbildung“

Am 18. und 19. April fand der von Heiko Müller und mir geleitete HDM-Workshop „E-Learning in der wissenschaftlichen Weiterbildung“ statt. Da ich gerade dabei bin, unseren Reader zum Kurs in ein barrierearmes PDF-Dokument zu verwandeln, dachte ich, dass ich ein paar Gedanken aufschreiben, die wir uns zum Workshop gemacht haben, ergänzt durch eine Reflexion.

Der Workshop beschäftigte sich mit den speziellen (und auch den allgemeinen) Aspekten von Lernen mit den digitalen Medien in der wissenschaftlichen Weiterbildung. Natürlich heißt er noch E-Learning, denn es ist immer noch so, dass dieser Begriff geläufiger ist, als das Konzept der übergreifenden Digitalisierung aller Bereiche der Bildung. Das haben wir aber im Kurs auch thematisiert.

Die folgenden Themenbereich wurden im Workshop angesprochen:

  1. Begriffserklärungen (Digitalisierung der (Hochschul-)Bildung, Lebenslanges Lernen, Wissenschaftliche Weiterbildung)
  2. Zielgruppen in der wissenschaftlichen Weiterbildung
  3. Methoden der Integration von E-Learning-Anteilen, Teil 1: Werkzeuge nutzen
  4. Methoden der Integration von E-Learning-Anteilen, Teil 2: Didaktische Aspekte
  5. Konkrete Umsetzungen von E-Learning-Szenarien
  6. Alternative Wege der Inhaltserstellung: Studierende und OERs
  7. Qualitätssicherung im E-Learning

Begleitend dazu sollten die Teilnehmenden ein kleines E-Portfolio führen, in dem die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsphasen gesammelt wurden.

Insgesamt ist deutlich geworden, dass die Offenheit gegenüber Lernen mit digitalen Medien sehr groß ist. Das Thema „Wissenschaftliche Weiterbildung“ dagegen ist noch nicht so richtig angekommen. Deshalb hat es uns auch viel Spaß gemacht, aus unserem Projekt zu berichten und hoffen, dass wir noch ein paar Ideen vermitteln konnten, die in künftigen Angeboten der wissenschaftlichen Weitebildung auftauchen werden.

Mein Vortrag beim #icmchat

Am nächsten Montag, dem 14. März werde ich beim #icmchat der FU Berlin einen Impulsvortrag zum Thema „Das ICM als Modell für die praxisnahe Ausbildung im Lehramt“. Zwar geht es da um ein Konzept, was nun schon ein wenig angestaubt ist, wenn man bedenkt, was sich in vier Jahren so alles im digitalen Bereich getan hat. Das sieht man unter anderem an dem Titel des Moduls im Studiengang Lehramt Englisch an der Philipps-Universität Marburg: „New Media in Foreign Language Education“. In den letzten vier Jahren hat es eine Entwicklung dahingehend gegeben, dass das „Neue“ bei den Neuen Medien gar nicht mehr so neu ist, sondern Einzug in jeden noch so kleinen Bereich unseres Lebens gehalten hat, Schlagworte: Überwachung, Internet of Things, Quantified Self, Digitalisierung der Gesellschaft.

Wie dem auch sei, ich werde am Montag ein Konzept vorstellen, was in der Praxis der Lehramtsausbildung und des konkreten Unterrichts an Schulen dann hoffentlich doch noch nicht so angestaubt ist. Speziell im Englischunterricht bietet die Digitalisierung eine große Bandbreite an Möglichkeiten, die genutzt werden sollten. Auch hier nur einige Schlagworte, die zum Teil gar nicht in meinem Vortrag vorkommen werden, sondern nur Anregung zum Nachdenken und Ausprobieren sein sollen: digitale Tandems mit Muttersprachlerinnen und Muttersprachlern, WhatsApp-Gruppen, Audience Response Systems, Sprachausgabe und Spracherkennung, Apps zum Sprachenlernen, Lernvideos, usw.

Als Teaser für den Vortrag stelle ich hier schon mal die Folien zur Verfügung, aber Achtung! SPOILER ALERT!😉

Und hier auch noch mal als PDF, weil es einfach schöner aussieht als bei SlideShare…

[UPDATE, 1. April 2016]

Die Vortragsaufzeichnung ist nun im Blog des #icmchat verfügbar.

Artikel „Qualitätskriterien für Lernvideos“

Aus einem Vortrag, den ich letztes Jahr beim Lehr-Lern-Kolloquium in Marburg gehalten habe und den Eindrücken der letzten ICM-Konferenz, hatte ich einen Artikel zusammengedampft, der jetzt im Tagungsband der ICM 2015 erschienen ist. Erhältlich ist das Buch beim Tectum Verlag. Damit man einen Eindruck bekommt, worum es in dem Artikel geht, zitiere ich unten das Abstract.

Lernvideos haben weite Bereiche der Lehre in Schule, Hochschule und Berufsbildung durchdrungen. Die Erstellung und Verbreitung von Videos ist um einiges einfacher als noch vor 10 Jahren. Dementsprechend können Lehrende Lernvideos selbst produzieren und ihren Lernenden zur Verfügung stellen.

Der Artikel hat zum Ziel eine Lücke zu schließen, in dem er untersucht, welche Qualitätskriterien für Lernvideos erstellt werden können. Dazu zieht er zwei Disziplinen heran, die auf den ersten Blick nur am Rande etwas mit Mediendidaktik zu tun haben: die Filmtheorie und die Gestaltungslehre. Zunächst wird eine Kategorisierung von Lernvideos vorgenommen. Daraufhin wird mithilfe von bestimmten Aspekten aus der Filmtheorie und der Gestaltungslehre eine Liste von Qualitätskriterien für Lernvideos erstellt und die Bedeutung der einzelnen Kriterien speziell für Lernvideos erläutert.

Bewertung der Qualität von Lehrmaterialien

Im Rahmen der Arbeitstagung des Netzwerks Offene Hochschule zum Thema „Von der Evaluation bis zum Qualitätsmanagement in berufsbegleitenden Studiengängen“ haben Heiko Müller und ich einen Workshop angeboten, der sich mit der Bewertung der Qualität von Lehrmaterialien beschäftigte. Bevor ich meine Eindrücke vom Workshop festhalte, zitiere ich hier noch mal das Abstract, damit man sich einen ungefähren Eindruck vom Inhalt machen kann.

Abstract

Im Rahmen des Projekts „WM³ Weiterbildung Mittelhessen“ sind in der ersten Förderphase einige Lehrmaterialien unterschiedlicher Art entstanden. Dazu gehören Studienbriefe, Vortragsaufzeichnungen, Lernvideos, (Selbst-)Tests usw. In der zweiten Förderphase ist es die Aufgabe eines Arbeitspakets, die Materialien zu systematisieren und validieren. Dazu wurden zunächst Qualitätskriterien aufgestellt, mit denen die Materialien über Bewertungsbögen evaluiert werden sollen. Ziel ist es, sowohl den eigenen Angeboten ein Feedback über die Lehrmaterialien zurückzuspiegeln, als auch ein Instrumentarium öffentlich bereit zu stellen, mit dem es möglich ist, eine inhaltliche, formale und (medien-)didaktische Evaluierung vorzunehmen. Anwendung könnte diese Methode nicht nur in den Angeboten des Gesamtprojekts Offene Hochschulen finden, sondern auch in der Qualitätssicherung für Open Educational Resources. In einem Workshop könnte das Konzept vorgestellt und diskutiert werden.

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Medienkompetenz, Dritte Präsenzphase

In Zentrum der dritten Präsenzphase stand die Vermittlung von Medienkompetenz an Schülerinnen und Schüler. Dazu habe ich die fast schon philosophischen Fragen von Doelker (2001, zitiert nach Süss, Lampert, Wijnen – Medienpädagogik, 2013, S. 127) zum Rahmen machen wollen. Es ging mir darum, den Fragen die diversen Aspekte der Medienauswahl und Medienkompetenzvermittlung zuzuordnen.

Was ist gut?

Diese Frage zielt darauf ab, ob ich die Materialien, Medien und Methoden, die ich finde, so gut bewerte, dass ich sie ohne Weiteres im Unterricht einsetzen kann. Darüber hinaus gibt es aber noch eine weitere Dimension, nämlich die der Wirksamkeit. Dazu wurden die Studierenden aufgefordert, den Text „Was macht digitale Medien im Unterricht wirksam?“ von Bardo Herzig zu lesen und mit einem Audience Response System Fragen zu beantworten. Diese Auswahlkompetenz und die Wirksamkeit sollten an die Schülerinnen und Schüler weitervermittelt werden.

Was ist schön?

Diese Frage bietet wahrscheinlich den Raum für die meisten Missverständnisse. Muss denn ein Material, dass man zur Verfügung stellt, unbedingt auch noch schön gemacht werden? Es tut mir Leid, aber das ist so mein Lieblingsthema. Es geht hier eher darum, dass Lehrmaterialien gut gestaltet werden, damit ihre Nutzung möglichst effektiv sein kann. Sie sollen also stimmig, verständlich, strukturiert und klar sein. Lernende sollen ohne große Probleme zum Inhalt vordringen können, ohne dass eine umständliche Struktur, eine unintuitive Navigation oder ein chaotisches Layout den Weg erschweren. Stimmigkeit und Verständlichkeit beziehen sich hier sowohl auf den Inhalt als auch auf das Aussehen. In einem kurzen Vortrag habe ich dazu noch einmal ein paar wichtige Dinge angesprochen.

Was ist wahr?

Natürlich sind die Inhalte bei Lernmaterialien die wichtigste Komponente. Sie müssen gültig und fundiert, also mit einem anderen Wort wahr sein. Dass das Wort „wahr“ etwas problematisch ist, versteht sich wahrscheinlich von selbst. Dennoch passt es besser in die Frage, die Doelker formuliert hat. Ich möchte aber in diesem Zusammenhang auch noch darauf hinweisen, dass für mich noch ein weiterer Aspekt in dieser Frage angesprochen wird: Die problematische Seite des Web. Auch Cybermobbing, Phishing usw. haben etwas mit der Wahrheit zu tun und wurden daher in diesem Abschnitt mit angesprochen.

Was ist wichtig?

Das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen scheint mittlerweile die wichtigste Aufgabe zu sein, wenn man sich im Web bewegt. Gleichzeitig ist es eine Aufgabe, die immer schwieriger wird und für die man immer mehr Kompetenzen entwickeln muss. Daher ist die Frage nach der Relevanz von Ressourcen und der Begründbarkeit ihrer Auswahl ein zentrales Thema für einen Kurs über Medienkompetenz.

Der Ablauf war nicht ganz an den Fragen entlang geordnet. Die Themen nahmen in der Präsenzphase dann diese Reihenfolge ein:

  1. Besprechung des Textes „Wie wirksam sind digitale Medien im Unterricht?“ von Bardo Herzig
  2. Recherche mit digitalen Medien, Recherchieren von digitalen Medien
  3. Die dunkle Seite des Web
  4. Gestaltung und Nutzung von Lernmaterialien
  5. Entwurf eines Lehrprojekt mit digitalen Medien

Medienkompetenz, Zweite Präsenzphase

Die zweite Präsenzphase des Kurses „Medienkompetenz von Lehrkräften und pädagogischem Personal“ steht im Zeichen von Werkzeugen. Dabei spielen unterschiedliche Dimensionen und Perspektiven eine Rolle, die ich versuchen möchte einzeln aufzuführen.

Konsument vs. Produzent

Digitale Medien können sowohl aus einer Haltung des Konsums als auch als produktive Chance betrachtet werden und beide Perspektiven haben ihre Berechtigung. Wieso sollte man als Lehrkraft das Rad neu erfinden, wenn es zu einem Thema bereits hervorragende Produkte gibt? Gleichzeitig denkt man jedoch an die Bloomsche Taxonomie und daran, dass das Produzieren von Inhalten wertvoller sein kann als das reine Konsumieren. Aber dabei sieht man ja bereits, dass hier zwei verschiedene Ebenen vermischt werden. Im ersten Fall geht es um die Vermittlung von Inhalten und der logistischen Organisation derselben. Im zweiten geht es um den Lernprozess und die eigenständige Aneignung von Wissen und Kompetenzen. Mein Argument dazu ist, dass auf den jeweiligen Ebenen beide Haltungen wie gesagt ihre Berechtigung haben.

Eigene Kompetenzen vs. Vermittlung von Kompetenzen

Gleichzeitig geht es um eine Schärfung der eigenen Kompetenzen, was Medien im Unterricht und bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen anbelangt und auch die Vermittlung solcher – dann allerdings für die Kinder und Jugendlichen angepassten – Kompetenzen. Das eine geht nicht ohne das andere. Der Anlass für eine tiefgehende Beschäftigung mit Medien wird benötigt, um das eigene Kompetenzprofil zu schärfen. Ein gut herausgearbeitetes Profil wird dann benötigt, um die Vermittlung von medienpädagogischen Themengebieten durch die Benutzung von Medien leisten zu können. Also haben wir auch hier wieder eine Doppelung.

Technik und Didaktik vs. Didaktik und Technik

Die Frage danach, was zuerst war, Henne oder Ei, ist nicht die richtige. Die Frage sollte eher danach gestellt werden, ob die Didaktik die Technik beherrschen sollte oder umgekehrt. Oder ist es so, das man auch das nicht hinreichend beantworten kann. Mein Kollege Frank Waldschmidt-Dietz argumentierte im persönlichen Gespräch einmal, das man ja die technischen Errungenschaften erst einmal braucht, um sich dazu didaktische Szenarien einfallen zu lassen. Sicherlich ist der Themenbereich „Lernen mit digitalen Medien“ kein spezieller, denn gewisse Metakompetenzen brauchte man schon immer um lernen zu können. Das ist hinreichend durchdiskutiert. Es sind lediglich noch ein paar wichtige Kompetenzen dazu gekommen, wie z.B. kritisch mit den gefundenen Quellen umgehen usw. Eindeutig kann die Frage nach dem Primat einer der beiden Komponenten also nicht beantwortet werden und das wird sich in Zukunft nur noch schwieriger gestalten.

Konzepte und Strategien

Ein letzter Aspekt in dieser Präsenzphase ist dann noch die Selbstorganisation. Wie kann ich mir Konzepte und Strategien zurecht legen, die Fülle an Möglichkeiten für meine Arbeit zu ordnen? Welche Herangehensweisen habe ich, Schwierigkeiten auszuschließen und Potentiale zu nutzen? Und wie vermittle ich diese Selbstorganisationsstrategien an meine Schülerinnen und Schüler?

Ich hoffe, dass die Teilnehmenden einige Antworten auf diese Fragen für sich selbst finden können.