Medienkompetenz von Lehrkräften und pädagogischem Personal

An drei Tagen im Juni werde ich an der Justus-Liebig-Universität ein Blockseminar zur Medienkompetenz von Lehrkräften und pädagogischem Personal geben. Zielgruppe des Seminars sind Studierende des Bachelors Berufliche und Betriebliche Bildung und Lehramt Arbeitslehre. Ich stecke gerade mitten in der Vorbereitung und bin auf den Kurs sehr gespannt, gerade weil ich auch mit der beruflichen Bildung bislang eher aus der Weiterbildungsperspektive in Kontakt gekommen bin. Es geht mir also auch um einen Austausch mit den Erfahrungen der Studierenden.

Ich habe die Beschreibung des Seminars hier als Startpunkt eingefügt und versuche, den Seminarverlauf zu bloggen. Ich freue mich über Kommentare von Studierenden und Followern (vor allem von denen, die in der beruflichen Bildung mehr Erfahrung haben als ich).

Digitale Medien sind aus der Welt von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Schule und Hochschule werden dadurch automatisch mit den Chancen und Risiken von Mediennutzung konfrontiert – ob sie dies wollen oder nicht. Ebenso verhält es sich mit anderen Bildungsbereichen wie der Weiterbildung. Die Teilnehmenden von Weiterbildungsangeboten äußern häufig von sich aus den Wunsch, Materialien und Kommunikationsmöglichkeiten über das Internet bereitgestellt zu bekommen.

Hinzu kommen die vielfältigen Möglichkeiten, die digitale Medien bei der Vermittlung und Erarbeitung von Inhalten zu Verfügung stellen.

Lehrkräfte und pädagogisches Personal benötigen also Kenntnisse im Bereich der digitalen Medien, damit sie nicht nur reagierend handeln müssen, sondern diesen Themenbereich aktiv bearbeiten können. Durch die sich schnell ändernde digitale Landschaft stellt sich jedoch die Frage, welche Kenntnisse dies sein sollen.

Das Seminar beschäftigt sich mit Fragestellungen rund um die Themengebiete (angelehnt an Rüsse/Sesink/Trebing 2006):

  • Medienerziehung
  • Sachbezogene Kompetenzen
    • Beherrschung von Anwendungen
    • Lösungsstrategien bei technischen Problemen
    • Gestaltungskompetenz
    • Verantwortungskompetenz
  • Prozessbezogene Kompetenzen
    • Soziale Kompetenzen
    • Vermittlungskompetenzen
    • Autodidaktische Kompetenz

Dabei soll immer eine Doppelung der Perspektive miteinbezogen werden. Einerseits sollen die Teilnehmenden ihre eigene Medienkompetenz reflektieren und ausbauen, andererseits geht es auch darum Medienkompetenzen an andere weiterzuvermitteln. Dabei soll Bezug genommen werden auf den schulischen Bildungsauftrag des sachgerechten, selbstbestimmten, kreativen und sozialverantwortlichen Handelns (Tulodziecki 2001: 2), das auch im Begriff der Medienkompetenz eine zentrale Rolle spielt.

Literatur:

Michael Kerres (2012): Mediendidaktik – Konzeption und Entwicklung mediengestützter Lernangebote. 3. Auflage. München: Oldenbourg Verlag.

Gabi Reinmann (2013): Studientext Didaktisches Design. http://gabi-reinmann.de/wp-content/uploads/2013/06/Studientext_DD_April13.pdf

Wilfried Rüsse, Werner Sesink, Thomas Trebing (2006): Entwicklung, Erprobung und Evaluierung eines Studienmoduls zur Vermittlung von Medienkompetenz in Lehramtsstudiengängen der TU Darmstadt – Abschlussbericht. http://www.icum-tud.de/ziele/abschluss.pdf

Gerhard Tulodziecki (2001): “Medienkompetenz als Aufgabe von Unterricht und Schule”. Vortrag im Rahmen der Fachtagung „Medienkompetenz“ am 8. Mai 2001. http://dbbm.fwu.de/semik/publikationen/downloads/tulo_vortrag.pdf

P.S.: Ich merke gerade, dass der erste Satz der Beschreibung astrein aus dem Blahfaselgenerator von Beat Döbeli Honegger stammen könnte. ;-) Sorry dafür!

83 neue freie Illustrationen für E-Learning-Materialien

Eine krumme Zahl, ich weiß. Nach dem einigermaßen guten Erfolg der ersten Runde habe ich noch ein paar Reste aufgepickt und mit einigen neuen Illustrationen ergänzt. Hier also kommt die zweite Runde der unter einer Creative Commons Lizenz verfügbaren Illustrationen für E-Learning-Zwecke.

Alle Grafiken im Überblick

Alle Illustrationen sind unter der Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0) verfügbar.

Illustrationen herunterladen (ZIP-Archiv)

ICC Marburg 2015 – Inverted Classroom & Beyond

Mit ein wenig Abstand zur Inverted Classroom Conference in Marburg diese Jahr kann man vielleicht doch noch eine Rekapitulation schreiben. Auch wenn in der E-Learning-Blogosphäre das meiste ganz schnell laufen muss, allerdings vielleicht immer noch etwas langsamer als in anderen Sphären. Insgesamt war der eine Tag Konferenz wieder sehr informativ und es war schön, mein altes Team wiederzusehen. Es ist schon so eine familiäre Veranstaltung geworden, die ICC. Die Plenarvorträge sind im YouTube-Kanal des VZL Hessen zu sehen.

Für mich gab es diesmal vier Themen, die besonders erwähnenswert sind: Räumlichkeiten, Lernvideos, Dialogorientierung und Evaluation.

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Rückblick auf das e-Prüfungs-Symposium in Aachen

Zum Schluss wurde ein Märchen erzählt. Ganz im Ernst: Die Veranstalter hatten sich ein Impro-Theater-Szenario hergenommen und ließ die Teilnehmenden des Symposiums das Märchen der Veranstaltung erzählen. Schön mit „Es war einmal…“ und Einführung und Problem und Lösung und Moral. Ich hab mich nicht getraut, auch was beizutragen, war aber auch ein bisschen platt nach einem langen Tag mit viel interessantem Input. Deshalb will ich hier mal mein (ohnehin für das eben genannte Format zu langes) persönliches Resümee zusammenfassen.

In unserem Projekt WM³ sind E-Prüfungen zwar auch ein Thema, aber die Umsetzung ist noch nicht so weit gediehen. Trotzdem war das Symposium für mich genau das, was mich momentan umtreibt, denn wir planen in der zweiten Projektphase eine umfassende Evaluation von E-Prüfungen in den beteiligten Weiterbildungsstudienangeboten. Zusammen mit den zwei Experten für E-Prüfung bei uns in der KOMM, Mirco Hilbert und Frank Waldschmidt-Dietz, hab ich also den weiten ;-) Weg nach Aachen auf mich genommen.

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Lernräume (in der wissenschaftlichen Weiterbildung) – vorher

Um ehrlich zu sein, habe ich in meinem Urlaub, der zeitlich direkt vor der diesjährigen GMW-Tagung lag, keinen der Texte gelesen, die im vorab veröffentlichten Tagungsband als PDF-Version oder als kommentierbare Version vorlagen. Das mag natürlich ein Fehler gewesen sein, aber die Zugfahrt nach Zürich ist lang und da hätte ich ja noch Zeit, zumindest die interessantesten Artikel zu lesen. Im Endeffekt bin ich also mitschuldig, falls das Format Inverted Conference nicht die erwünschten Erfolge verbucht. Aber im Ernst: Gerade habe ich also im Zug den Artikel von Werner Sesink gelesen und freue mich allein aufgrund dessen auf die Konferenz, von der ich mir eine Antwort auf eine – wie ich jetzt langsam realisiere – zentrale Frage der wissenschaftlichen Weiterbildung, bzw. einer Didaktik zur selbigen, erhoffe:

Welche Auswirkung hat die Tatsache der Unvorhersagbarkeit von Lernräumen in der Selbstlernphase auf die Gestaltung der Inhalte?

An einem Aspekten in den Ausführungen von Sesink habe ich mit dem, was ich hier schreibe, eingehakt: den nicht vorbereiteten Bildungsräumen.

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Fachforum „E-Learning in der wissenschaftlichen Weiterbildung“ am 24. Juni 2014

Logo des Fachforums 2014

Am 24. Juni wird es bei uns im HRZ der Justus-Liebig-Universität Gießen ein Fachforum zum Thema „E-Learning in der wissenschaftlichen Weiterbildung“ geben. Dazu haben die Koordinationsstelle Multimedia (KOMM) und das Projekt „WM³ Weiterbildung Mittelhessen“ Akteur_innen der hessischen Hochschulen zu Vorträgen eingeladen. Neben den Angeboten aus dem Projekt WM³ werden auch weitere Studienangebote vorgestellt, die teilweise komplett online abgewickelt werden.

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70 freie Illustrationen für E-Learning-Materialien

Diese 70 Illustrationen habe ich im Laufe der Zeit zu verschiedenen Anlässen mit der iOS-App Paper gezeichnet. Sie kommen in WBTs, Screencasts, Präsentationen und Infomaterialien vor. Hier können alle, die diese Illustrationen in E-Learning-Materialien oder anderweitig benutzen wollen, ein ZIP-Archiv mit PNG-Versionen der Illustrationen herunterladen. Folgende Vorschau versammelt alle auf einen Blick.

Vorschau aller Illustrationen

Alle Illustrationen sind unter der Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0) verfügbar.

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