ARSnova – Audience Response System im Browser

ARSNova im Einsatz

ARSNova im Einsatz

Gestern konnte ich miterleben, wie sich Studierende in einer Vorlesung mit Hilfe eines Audience Response Systems aktivieren lassen. Und zwar ohne lästiges Austeilen von Geräten oder Software, die mittendrin abstürzt. Einfach als HTML5-Seite im Browser.

Sicher, ich bin da etwas vorbelastet was meine Abneigung gegen die gängigen Systeme anbelangt, die extra das Austeilen von Geräten benötigen, damit während eines Vortrags oder einer Vorlesung das Publikum aktiviert werden kann oder sogar den Verlauf der Veranstaltung beeinflussen kann. Das letzte Mal, als ich eine solche Veranstaltung mit organisiert habe, ist das System mitten im Vortrag abgestürzt und der Vortragende war nicht sonderlich begeistert davon, denn schließlich hatte er seinen Vortrag vorher extra dafür angepasst.

Sicher, man fühlte sich während der Vorlesung von Prof. Dr. Schindler tatsächlich ein bisschen wie das Publikum von Günther Jauch, wenn es den Kandidaten kollektiv unter die Arme greifen kann.

Aber im Ernst, Audience Response Systeme sind eine gute Möglichkeit in Massenveranstaltungen Rückmeldung von den Studierenden zu bekommen und sie außerdem zu aktivieren. Der Ansatz der Web App ARSnova ist es eine plattformunabhängige Lösung zu präsentieren. Die auf HTML5 basierende Website lässt sich von jedem HTML5-fähigen Browser aufrufen. Das heißt, dass diejenigen Studierenden, die mit Smartphone, Laptop oder Tablet im Raum sitzen, einfach so mitmachen können, wenn sie die jeweilige Session-ID vom Lehrenden bekommen haben. Natürlich kann man das auch gleich kritisch sehen, denn nicht jeder hat tatsächlich ein solches Gerät zur Hand und im Hochschulbereich gibt es die Tendenz, diese Geräte komplett aus den Räumen zu verbannen. Das ist aber eine ganz andere Diskussion, wie ich finde.

Prof. Schindler stellte in seiner Vorlesung einige einfache Fragen, die per Abstimmung beantwortet werden konnten. Außerdem bietet ARSnova die Möglichkeit, die Geschwindigkeit des Vortrags zu beeinflussen, falls – aber auch wirklich nur falls – sich der Dozent darauf einlassen will, und Fragen aus dem Auditorium anonym zu sammeln. Jeder, der schon mal Studierende unterrichtet hat, weiß wie schwer es manchem fällt, vor 120 Leuten eine Frage zu stellen, von der er oder sie nicht weiß, ob sie trivial ist oder nicht. Allein das macht ein solches System schon wertvoll. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Website entwickeln wird. Momentan ist sie noch im Probebetrieb, soll aber bald weithin verfügbar sein.

Weitere Informationen sind auf der Projektseite von ARSnova zu finden.

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