Vortrag: „Integration von E-Learning-Anteilen“

Am 3. September 2013 habe ich einen Vortrag zum Thema „Didaktisch sinnvolle Integration von E-Learning-Anteilen in der wissenschaftlichen Weiterbildung“ im Rahmen eines internen Webinars der AG Blended Learning des BMBF-Projekts „Offene Hochschulen – Aufstieg durch Bildung“ gehalten. Dazu habe ich folgende Prezi-Präsentation verwendet und ich habe darunter nochmal stichpunktartig aufgeschrieben, was ich gesagt habe.

[Anmerkung: Es kann sein, dass die Prezi-Präsentation in diesem Post nicht richtig geladen wird. Anscheinend wird momentan daran gearbeitet. Die Präsentation kann natürlich auch auf prezi.com aufgerufen werden.]

Einleitung

  • die zwei Buchstaben, auf die es in diesem Vortrag ankommt:
    • E: Antwort auf die Frage „Was ist besonders an der Didaktik für E-Learning-Anteile?“
    • W: Antwort auf die Frage „Was ist besonders an der Didaktik für (wissenschaftliche) Weiterbildung?“

Didaktik beschäftigt sich (unter anderem) mit

  • Menschen (hier etwas profan als Zielgruppe bezeichnet), daher
    • Zielgruppenanalyse, um etwas über die Zielgruppe der Weiterbildung herauszubekommen
      • z.B. mit der Persona-Methode, generiert aus:
      • ExpertInnengespräche (im WM³-Projekt Forschungsprojekt „Bedarfs-, Potential- und Akzeptanzanalyse“)
      • Interviews mit Interessierten
  • Institutionellen Vorgaben
    • Curriculum („in Form gegossene didaktische Aufbereitung“)
    • StPOs, Modulhandbücher, Studienverlaufspläne, etc.
    • Gesetzesvorgaben
    • Akkreditierung

Bedürfnisse / Ansprüche

  • Ergebnisse aus Analyse, bestätigt durch Forschung
  • manchmal Reibungsflächen mit den institutionellen Vorgaben
  • Hintergrund: Konkurrenzsituation mit Weiterbildungsanbietern
  • Ansprüche an Zugang zu Inhalten
    • Ort-/Zeitproblematik
    • Zugang muss sein: ubiquitär, schnell, problemlos
  • Technische Ansprüche
    • Usability/Accessibility
      • einfach zu erreichen
      • leicht zu bedienen
      • übersichtlich und ansprechend gestaltet
      • vielfältig umgesetzt
    • Support muss gewährleistet sein, z.B. durch Tutorinnen/Tutoren, Moderierende
  • Motivation
    • selbstgesteuertes Lernen, trotz aller institutionellen Einbindung
    • Anfang: Interesse wecken
    • Durchführung: Motivation hoch halten
    • Abschluss: Prüfung absolvieren, Mehrwert ist erkennbar
  • Wissen / Kompetenzen
    • gut strukturiert
    • qualitativ, wissenschaftlich fundiert (Alleinstellungsmerkmal Hochschule)
    • Einbettung in der Kontext ersichtlich → Relevanz für den Arbeitsalltag
    • Einbindung des Wissens / der Kompetenzen der Teilnehmenden
  • diese Gebiete korrespondieren mit Fragen, mit denen sich Didaktik beschäftigt (vgl. Jank/Meyer, Didaktische Modelle)

Antworten durch E-Learning

  • Flexibilität bei der Erreichbarkeit von Inhalten
    • Orts-/Zeitkomponente
    • nach dem Kurs, Referenz für den Berufsalltag

→ Möglichkeiten durch LMS, zentrale Aufbereitung, durchgängiges Look-and-Feel, kein Sammelsurium sondern Struktur, dennoch Erweiterbarkeit und Offenheit gegeben

  • Relevanz der Inhalte und ihrer Form
    • Formate passen zu den Inhalten, z.B. Film „Aus dem Alltag einer KiTa-Leiterin“
    • Werkzeuge können im Berufsalltag weiterverwendet werden
  • Expertenwissen der Teilnehmenden
    • Einbindung und Austausch ermöglichen durch
      • Wikis
      • Foren
      • selbsterstellte Lernmaterialien wie Screencasts, kleine WBTs, WebQuests, Glossare etc.
    • Wissen sollte durch Kursstruktur aktiviert und eingebunden werden
    • curriculare Verankerung
  • Motivation der Teilnehmenden
    • intrinsische Motivation verstärken durch
      • Relevanz
      • Erfolge
      • Spaß
    • extrinsische Motivation transparent machen durch
      • diagnostische, formative und summative (Selbst-)Testformen
      • Bewertung und Feedback (z.B. auch Peer-Review, aber vor allem Dozierendenfeedback)

Referenzen

Werner Jank / Hilbert Meyer: Didaktische Modelle. Berlin: Cornelsen Scriptor. 6. Auflage, 2003.

Horst Siebert: Didaktisches Handeln in der Erwachsenenbildung – Didaktik aus konstruktivistischer Sicht. Augsburg: ZIEL Verlag. 6. Auflage, 2009.

Erich Herber / Bernhard Schmidt-Hertha / Sabine Zauchner-Studnicka: Erwachsenen- und Weiterbildung – Technologieeinsatz beim Lernen und Lehren mit Erwachsenen. In: Martin Ebner / Sandra Schön: Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien. http://l3t.eu, 2. Auflage, 2013

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