Unsere HDM-Kurse im November

Das Hochschuldidaktische Netzwerk Mittelhessen (HDM) ist eine Einrichtung der mittelhessischen Hochschulen (Uni Gießen, Uni Marburg, THM). Ich habe schon in der Vergangenheit einige Kurse für das HDM gegeben und im November ist es wieder soweit. Unsere Arbeitsgruppe bietet insgesamt drei Kurse an: „E-Learning-Grundlagen“, „E-Learning effizient umsetzen“ und „Computergestützte Tests und Prüfungen“. Ich möchte kurz aus den Kursbeschreibungen zitieren, damit man sich ein Bild machen kann. Eine detaillierte Beschreibung des Kurses „E-Learning effizient umsetzen“ wird es an dieser Stelle später noch geben.

Anmeldung für alle drei Kurse ist noch auf den Seiten des HDM möglich.

E-Learning-Grundlagen

Szenarien und Instrumente für die Lehre

Referenten: Ralf Frenger und Alexander Sperl

Die Veranstaltung richtet sich an Lehrende mit PC-Erfahrung (PowerPoint, Internet, Medienformate sind bekannt) und soll einen Einstieg ins Thema E-Learning bieten. Folgende Themenbereiche werden in der Veranstaltung behandelt:

  1. Allgemeines Verständnis von E-Learning: Sie lernen, was alles unter E-Learning zu verstehen ist, welche verschiedenen Formen es gibt und welche Faktoren zu beachten sind, um einen Mehrwert gegenüber traditioneller Lehre zu erzielen. Neben den begrifflichen Grundlagen werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Sie die Neuen Medien effektiv in der Lehre einsetzen können und Ihre Studierenden davon profitieren.
  2. Einblick in die konkreten medientechnischen Angebote: Wie funktionieren Lernplattformen (insbes. ILIAS), Forum, Wiki, E-Lectures oder Web Based Trainings (WBTs)? Wie können diese Instrumente in der Lehre eingesetzt werden?
  3. Chancen und Risiken von E-Learning: Wozu E-Learning?, Prinzipien der Medienkombination, E-Learning als Unterstützung der didaktischen Methoden, Trends und Hypes im E-Learning, E-Learning 2.0, Urheberrechtsproblematik
  4. Konzepterstellung – E-Learning praktisch anwenden: An konkreten Beispielen wird der mögliche Mehrwert von E-Learning-Elementen für die Qualität der Lehre aufgezeigt und im Hinblick auf potenzielle Probleme kritisch diskutiert.

In Kleingruppen sollen konkrete E-Learning-Konzepte erarbeitet werden. Während der beiden Tage werden die synchronen und asynchronen Tools in ILIAS vorgestellt und beispielhaft mit einer Auswahl an Werkzeugen in ILIAS gearbeitet. Da an allen drei Standorten unterschiedliche Lernplattformen zum Einsatz kommen, wird sich auf die Lernplattform ILIAS konzentriert, da diese sowohl in Marburg als auch in Gießen eingesetzt wird. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um einen ILIAS-Kurs.

E-Learning effizient umsetzen

Qualitativ hochwertige Inhalte für E-Learning schnell erstellen

Referent: Alexander Sperl

Häufig scheitert der Einsatz von E-Learning in der eigenen Lehre an dem Mehraufwand, den man scheinbar betreiben muss, damit didaktisch sinnvolle Elemente erstellt werden können. Der Kurs möchte zeigen, dass das nicht unbedingt so sein muss. In den letzten Jahren haben sich die Möglichkeiten der Produktion von multimedialen Anteilen für den Einsatz in der Lehre enorm verbessert. Dazu wurde in letzter Zeit mit dem Themenbereich Open Educational Resources (OERs) eine Diskussion um frei verfügbare und offene Materialien angestoßen. In dieser Veranstaltung werden dazu eine Reihe von Werkzeugen besprochen und ausprobiert, die Lehrende und Studierende dabei unterstützen, E-Learning-Materialien schnell und qualitativ hochwertig zu erstellen. Dabei wird natürlich die Frage nicht außer Acht gelassen, welche Inhalte sich besonders für eine Umsetzung eignen und wie die Produkte integriert werden können. Folgende Themenbereiche werden behandelt:

  1. Prezi, Screencasts, Lernmodule – Inhalte multimedial aufwerten: Welche Werkzeuge gibt es für die unkomplizierte Erstellung qualitativ hochwertiger Materialien? Welche Inhalte eignen sich für die Umsetzung als Multimedia-Element besonders? Wie bindet man die Elemente sinnvoll in die eigene Lehre ein?
  2. Inhaltserstellung mit Studierenden – Werkzeuge für die Kollaboration: Wie kann die Inhaltserstellung durch Studierende aussehen? Welche Mittel der Qualitätssicherung stehen zur Verfügung? Welche Anreize bestehen für Lehrende und Studierende in einem solchen Ansatz?
  3. Open Educational Resources: Was sind OERs? Wie kann man OERs selbst erstellen, austauschen und finden? Warum sollten Lehrende ihre Materialien zur Verfügung stellen?
  4. Weitere Aspekte der Integration von E-Learning-Elementen: Welche Möglichkeiten bietet E-Learning für die Motivierung von Studierenden? Wie kann man Wissen abfragen? Wann lohnt es sich, E-Learning einzusetzen? Wie gestaltet man eine reibungslose Integration von E-Learning?

Computergestützte Tests und Prüfungen

Von der Fragenkonstruktion über Tests zur Lernbegleitung bis zur Scanner-Klausur oder E-Klausur

Referenten: Mirco Hilbert und Frank Waldschmidt-Dietz

Die Veranstaltung richtet sich an Lehrende, welche sich mit computerunterstützten Prüfungs- bzw. Testformaten auseinandersetzen möchten. Solche Formate können z.B. sein: Elektronische Klausuren, automatisch auswertbare Scanner-Klausuren, (Selbstlern-) Tests, E-Portfolios oder Peer-Review-Verfahren. In der Praxis haben sich vor allem Prüfungen auf Basis von Multiple- bzw. Single-Choice-Fragen (MC & SC) etabliert, da sich diese für automatisierte Auswertungen auch bei größeren Teilnehmerzahlen eignen. Der Workshop hat hier seinen Schwerpunkt und zeigt die entsprechende Umsetzung in der Lernplattform ILIAS sowie der Scanner-Software Fred und Klaus.

In der Veranstaltung werden folgende Themenbereiche behandelt: prüfungsdidaktische Grundlagen, prüfungsrechtliche Aspekte und Prüfungsordnungen, SC/MC-Fragen, Scannerklausuren mit Fred & Klaus, deren Entwicklung, Durchführung und Auswertung und Item-Analyse am ersten Tag.

ILIAS-Grundlagen, Fragetypen in ILIAS, Eigenschaften, Klassifikation und Auswahl der einzelnen Fragetypen, Fragenpools, Test- und Prüfungsformen wie Selbsttest, Einstufungstest, Zugangstest, E-Klausur, Testeinstellungen, Durchführung einer E-Klausur an den Unis Gießen und Marburg mit ILIAS und dem Safe Exam Browser (SEB), Auswertung und manuelle Nachbewertung und alternative Prüfungsformen wie E-Portfolio, Blog und Übung, Peer-Reviewing-Verfahren am zweiten Tag.

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