Artikel „Qualitätskriterien für Lernvideos“

Aus einem Vortrag, den ich letztes Jahr beim Lehr-Lern-Kolloquium in Marburg gehalten habe und den Eindrücken der letzten ICM-Konferenz, hatte ich einen Artikel zusammengedampft, der jetzt im Tagungsband der ICM 2015 erschienen ist. Erhältlich ist das Buch beim Tectum Verlag. Damit man einen Eindruck bekommt, worum es in dem Artikel geht, zitiere ich unten das Abstract.

Lernvideos haben weite Bereiche der Lehre in Schule, Hochschule und Berufsbildung durchdrungen. Die Erstellung und Verbreitung von Videos ist um einiges einfacher als noch vor 10 Jahren. Dementsprechend können Lehrende Lernvideos selbst produzieren und ihren Lernenden zur Verfügung stellen.

Der Artikel hat zum Ziel eine Lücke zu schließen, in dem er untersucht, welche Qualitätskriterien für Lernvideos erstellt werden können. Dazu zieht er zwei Disziplinen heran, die auf den ersten Blick nur am Rande etwas mit Mediendidaktik zu tun haben: die Filmtheorie und die Gestaltungslehre. Zunächst wird eine Kategorisierung von Lernvideos vorgenommen. Daraufhin wird mithilfe von bestimmten Aspekten aus der Filmtheorie und der Gestaltungslehre eine Liste von Qualitätskriterien für Lernvideos erstellt und die Bedeutung der einzelnen Kriterien speziell für Lernvideos erläutert.

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Das ICM als Modell für die praxisnahe Ausbildung im Lehramt

Das Inverted Classroom ModelDieser Text ist ein Auszug aus meinem Artikel für den von Jürgen Handke und mir herausgegebenen Band „Das Inverted Classroom Model: Begleitband zur ersten deutschen ICM-Konferenz“, der im Oldenbourg Verlag erschienen ist. Weitere Informationen zum Buch finden Sie auf den Seiten des Oldenbourg Verlags.

Abstract

An der Philipps-Universität Marburg wird im Lehramtsstudium Englisch ein Modul zu den Neuen Medien im Unterricht angeboten. Darin nutzt eine Übung zur Medienproduktion die Vorteile des Inverted Classroom Models, um die praktische Arbeit der Gestaltung von multimedialen Unterrichtsmaterialien mit vorgeschalteten theoretischen Online-Lerneinheiten zu fundieren. Der vorliegende Beitrag zum ICM-Tagungsband beschreibt die Kursstruktur und gibt einen Bericht, welche Erfahrungen mit dieser Struktur gesammelt werden konnten.

Ausgangssituation: Neue Medien im Fremdsprachenunterricht

Das Internet bildet für Fremdsprachenlehrkräfte eine unerschöpfliche Quelle an Möglichkeiten. Von fremdsprachlichen Tageszeitungen über umfassende Wörterbücher bis hin zu Kommunikationsmöglichkeiten mit Muttersprachlern reicht eine Palette, die den Unterricht erweitern und auch die Vermittlung von Sprachkompetenz qualitativ verbessern kann. Eine Reihe von Publikationen beschreibt die Vorteile, die das Internet für das Fremdsprachenlernen mit sich bringt (vgl. Klippel et al. 2007, Kranz/Tiedemann 2000, Legutke et al. 2003, Schäfer 2009). Die Überlegungen, die weitgreifenden Veränderungen in der Fremdsprachendidaktik, die die angesprochenen Möglichkeiten mit sich bringen, in die Englischlehrerausbildung an der Philipps-Universität Marburg einfließen zu lassen, mündeten in der Entscheidung ein eigenes Modul zu erstellen. Das Modul „Neue Medien im Fremdsprachenunterricht“ (NMFS) in Lehramtsstudiengang Englisch umfasst das Proseminar „New Media in Foreign Language Education“ (NMFLE) und die Übung „Medienproduktion“ (MP). Während sich das Proseminar eher mit den theoretischen Aspekten des Einflusses der Neuen Medien auf die Fremdsprachendidaktik im Fach Englisch beschäftigt, zielt die Übung auf einen praktischen Ansatz: Wie können die Möglichkeiten des Internet effizient und gewinnbringend im Unterricht eingesetzt werden und welche Werkzeuge eignen sich für welche Aufgabe?

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