ICC Marburg 2015 – Inverted Classroom & Beyond

Mit ein wenig Abstand zur Inverted Classroom Conference in Marburg diese Jahr kann man vielleicht doch noch eine Rekapitulation schreiben. Auch wenn in der E-Learning-Blogosphäre das meiste ganz schnell laufen muss, allerdings vielleicht immer noch etwas langsamer als in anderen Sphären. Insgesamt war der eine Tag Konferenz wieder sehr informativ und es war schön, mein altes Team wiederzusehen. Es ist schon so eine familiäre Veranstaltung geworden, die ICC. Die Plenarvorträge sind im YouTube-Kanal des VZL Hessen zu sehen.

Für mich gab es diesmal vier Themen, die besonders erwähnenswert sind: Räumlichkeiten, Lernvideos, Dialogorientierung und Evaluation.

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ICM – Es geht immer noch ein bisschen mehr…

Die dritte Konferenz zum Thema „Inverted Classroom Model“ fand am 26. Februar an meiner alten Wirkungsstätte in Marburg statt. Beim ersten Durchgang war ich noch selbst bei der Organisation beteiligt, beim zweiten immerhin noch mit einem Workshop dabei, nun aber habe ich eher „passiv“ teilgenommen. War auch mal ganz schön, denn die Konferenz war hervorragend organisiert und von Inhalt und Ablauf sehr gut. Ich will versuchen, die Gedanken zu ordnen, die ich während der Vorträge und Workshops aufgeschrieben habe. Vielleicht kommt ja ein brauchbarer Blogartikel dabei heraus.

Tenor der Konferenz war so ein bisschen, dass es immer noch ein paar Stellschrauben gibt, mit denen man die Umsetzung des Konzepts verbessern kann. Neue Möglichkeiten kommen hinzu, Erfahrungen werden gemacht und all dass mündet in einer Verfeinerung, die hier und da schon sehr beeindruckend ist aus meiner Sicht. Wichtig dabei ist, dass man als Lehrende(r) nicht stehen bleibt, so wie es früher öfter der Fall war. Die Studierenden ändern sich, die Möglichkeiten ändern sich und die Inhalte ändern sich natürlich auch. Da kann man sich leider nicht zurücklehnen, aber ich denke, dass diejenigen, die gerne lehren, sich auch gar nicht zurücklehnen wollen.

Eröffnet wurde der Konferenztag von Prof. Handke, mein ehemaliger Chef und frisch gebackener Zweiter des Hessischen Hochschulpreises für Exzellenz in der Lehre. Er ging dabei auf die Tatsache ein, dass es für ein Phänomen zwei Bezeichnungen gibt: Flipped Classroom und Inverted Classroom. Der Vorschlag war, den Begriff Flipped Classroom für den Schulbereich zu benutzen, während Inverted Classroom eher für den Hochschulbereich reserviert sein sollte. Das zweitere hört sich ja auch ein bisschen seriöser und wenig verspielt an. Eine Zusammenfassung hat Prof. Handke auf YouTube bereitgestellt. Dennoch ist ein Konzept gemeint, das vor allem die Präsenzphasen freischaufeln kann für Aktivitäten, die früher nicht oder nur begrenzt möglich waren.

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Das ICM als Einstiegsdroge für eine neue Lern- und Lehrkultur

Inverted Classroom LogoNaja, ok… Ich gebe zu, dass die Überschrift etwas plakativ ist. Sie greift aber ein Fazit auf, das Karlheinz Pape vor geraumer Zeit beim Abschluss der ICM-Tagung in Marburg gezogen hat. Pape sagte sinngemäß, dass für ihn die Erkenntnis aus der Tagung ist, dass das ICM einen Übergang zu einer neuen Lern- und Lehrkultur darstellt, die sich in den nächsten Jahren in allen Bereichen der Bildung durchsetzen wird. Dementsprechend wurde von anderer Seite auch vorgeschlagen, dass die Tagung vielleicht noch im nächsten Jahr Inverted Classroom heißen kann, dann aber anders betitelt werden sollte, da man nicht immer nur Camtasia lernen könne. Das ist sicherlich überspitzt formuliert, aber weist auf einen wichtigen Faktor im Bildungsbereich hin: Man muss sich weiterentwickeln können.

Für mich war auch noch ein anderer Aspekt der Tagung enorm bedeutend, auch wenn ich den vielleicht in diesem Artikel nicht ganz zu Ende denken kann – obwohl ich nun wirklich einige Zeit hatte das zu tun. Ich bin mir auch nicht sicher, ob dieser Aspekt nicht schon Thema längerer Abhandlung ist. Es geht um die – man muss fast schon sagen: krasse – Diskrepanz zwischen Schuldidaktik und Hochschuldidaktik. Vielleicht sollte man das auch unter dem Schlagwort „Weiterentwicklung“ ablegen, die Frage ist nur, was sich weiterentwickeln muss und ich versuche mich hier mal in einer Antwort.

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ICM Marburg 2012

Ich bin mal so frei und kopiere einfach die Infos der Website für meinen Blogartikel über die ICM Konferenz, die morgen und übermorgen bei uns stattfindet:

Inverted Classroom, Workshop und KonferenzDiese Woche geht es los, am 14. und 15. Februar 2012 findet an der Philipps-Universität Marburg die erste Konferenz zum „Inverted Classroom“ im deutschsprachigen Raum statt. Wir freuen uns auf viele Lehrkräfte aus Schulen aller Schulformen sowie Hochschullehrende und Wissenschaftler.

Anreise und Parken

Informationen zum Ablauf

Termine und Räume des Workshops und der Konferenz als ICAL-Kalender

Call for Papers zum Tagungsband

Informieren Sie sich über unsere Referenten:

Die Philipps-Universität Marburg bietet die Kulisse für eine interessante Tagung zur Vorstellung wichtiger Akteure aus Hochschule und Lehrerbildung, die dieses innovative Konzept erfolgreich sowohl in der Hochschullehre als auch im Schulalltag umsetzen. Vorgestellt werden erprobte Einsatzszenarien, deren Vor- und Nachteile sowie interessante Weiterentwicklungsvorschläge. Im Zentrum stehen der Austausch zwischen Referenten und Teilnehmern sowie die Diskussion über Kriterien für die zukünftige Implementierung dieses Konzepts in Bildungsinstitutionen.

Die Veranstaltung ist zweigeteilt. Am Dienstag, den 14.2.2012 wird am Nachmittag ein Workshop für Lehrkräfte an Schulen durchgeführt. Aaron Sams und Dan Spencer setzten das ICM seit Jahren erfolgreich ein und werden deutschen Lehrkräften wichtige Hinweise zur Umsetzung und dauerhaften Nutzung des „flipped classroom“ geben. Am zweiten Tag werden in Plenarvorträgen und Workshops bereits erfolgreich erprobte Inverted Classroom Modelle aus deutschen Hochschulen von Christian Spannagel und Jürgen Handke vorgestellt.